Osterfleisch.

Zu Ostern gibt es bei uns eine traditionelle Osterjause: Geselchtes und gekochtes Fleisch wird mit Kren und Eiern auf süßem Rosinenbrot gegessen. Das Essen wird davor bei der “Fleischweih” gesegnet.

 

Meine Familie selcht das Fleisch selbst und ich bedanke mich ganz herzlich bei Mama, Matthias, Lisa, Monika und Michael für die vielen Fotos, die sie für mich davon gemacht haben, da ich leider nicht selbst dabei war, um das für euch zu dokumentieren :)

 

Selchen – räuchern – ist eine traditionelle Art der Haltbarmachung für Fleisch.

Das Fleisch wird zuerst mit Gewürzen eingerieben, hier: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Wacholder und Kümmel.

 

 

Danach muss es 10 Tage in der Beize ziehen und wird dazu mit Wasser abgedeckt.

 

 

Das Fleisch (und hier auch Käsestücke – hmmm) wird in die “Selch” gehängt – eine Räucherkammer im Haus oder auch im Freien – und ein Buchenholzfeuer darunter entzündet.

 

 

Das Feuer sollte eher glosen als brennen, damit viel Rauch und wenig Hitze entsteht.

 

Dies wird an mehreren Tagen wiederholt, bis das Fleisch den Rauchgeschmack aufgenommen und eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat.

Für die Osterjause wird der frisch geselchte Schinken dann gekocht. Wenn man Geselchtes noch länger bei kühlen Temperaturen abhängen lässt, trocknet es und kann roh verzehrt werden, wie zum Beispiel Speck oder Kareestücke.

This entry was posted in Grundsätzliches and tagged , , , . Bookmark the permalink.