Investigativ: Imazalil.

Bereits vor einer Weile fragte mich jemand, ob ich Informationen zum Konservierungsmittel Imazalil habe, die hatte ich leider nicht. Ich versprach, die Informationen zu sammeln und hier zu veröffentlichen, damit ihr alle etwas davon habt. Das will ich nun also hiermit erledigen…

Bei dem Konservierungsmittel Imazalil handelt es sich um ein Fungizid, welches in Tiermedizin, Pflanzenschutz und Lebensmittelindustrie Verwendung findet. Wie alle Fungizide soll es also die Bildung bzw. das Ausbreiten von Pilzen vermeiden bzw. bestehende Erkrankungen lindern. Ein Mittel gegen Schimmel also.

Tierversuche zeigen, dass eine Überdosierung von Imazalil sich vor allem auf das Nervensystem und das Verdauungssystem auswirkt. Der Körper kann es grundsätzlich jedoch verstoffwechseln und ausscheiden, so dass es sich nicht im Fettgewebe anreichern kann. Der Stoff wird als wahrscheinlich krebserregend eingestuft, jedoch beschränkt sich das erhöhte Risiko vor allem auf jene Personen, die sehr intensiven Kontakt mit Imazalil haben.

Imazalil bleibt nicht garantiert nur auf der Schale, sondern kann auch in das behandelte Obst eindringen! Der Stoff allein ist dennoch zunächst nicht sooo fies (das häufig verwendete Orthophenylphenol ist schlimmer, nämlich akut giftig), jedoch wird es nie allein verwendet. Auf der Schale (und in der Frucht selbst) vieler Obstsorten befindet sich eine Vielzahl von Konservierungsstoffen und bedauerlicherweise sind nicht alle deklarierungspflichtig bzw. erst ab einer gewissen Menge auf dem Etikett verzeichnet.

Es empfiehlt sich, das Obst vor dem Schälen abzuwaschen (ggf. auch die Hände nach dem Schälen noch einmal zu waschen). Bio-Obst ist weniger stark mit den besonders fiesen Konservierungsstoffen vergiftet, in der Regel jedoch auch nicht grundsätzlich frei davon.

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